Die Notbremse ziehen…

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traum-2Heute hatte ich wieder einmal einen Traum, der an Aussagekraft nicht zu überbieten war.

Ich war wieder einmal zur Kur. Ich lernte dort freundliche und fröhliche Menschen kennen und alles schien in Ordnung zu sein. Es war, wie schon so oft, eine bunte, heile Welt. Am Tag meiner Entlassung folgten die ersten Abschiedstränen und gerne hätte ich zu den einen oder anderen Kurgast den Kontakt aufrecht gehalten, aber schon die versprochenen Verabredungen auf dem Bahnhof sollte mich eines besseren belehren. Ich stand mit meinem Koffer wie gewohnt alleine da.

Ich stieg in den Bus und trat meine Heimreise „widerwillig“ an. Was erwartete mich dort? Ärger… Enttäuschungen… unnötige Meinungsverschiedenheiten und dadurch entstehende Streitereien… Aufopferungen und eine zu Eis erstarrte Gefühlswelt.

Dennoch kam ich dort an. Ich musste zu meiner Verwunderung feststellen, dass mich irgendjemand im Kurhaus mit bunt, eingefärbten Haar (rot-gelb und grün) aufgehübscht hat und dass ich in einem Hotel wohnte. Dort klapperte ich die Zimmer ab um den Menschen aufzusuchen, der mit mir sein Leben teilte.

Ich öffnete eine Tür und da stand er… der junge Mann, dem ich sämtliche Lebensfreude über Jahre genommen habe und der von mir den Auftrag hatte, sich um andere, aber nicht um sich selbst zu kümmern. Er schaute mich mich überrascht, aber mit traurigen Augen an. Als er vor mir stand, zog ich ihn ganz nah an mich heran und streichelte ihn übers Haar. Auch er hatte die gleiche Haarfärbung (rot-gelb und grün) wie ich. Überglücklich versprach ich, ihn nie wieder alleine zu lassen und dass ich mich um ihn kümmern werde, falls er sich wieder einmal einsam, hilflos und verlassen fühlen sollte. Dieses mal waren es Freudentränen, die ich weinte. Ich fühlte mich dankbar und frei…

Als ich erwachte, war mir „sofort“ klar, wer dieser Mann war… das war ich selbst. Ich muss, koste es was es wolle, die Notbremse ziehen, wenn ich mich nicht völlig und ganz verlieren möchte.

Auch der maßgebliche Grund für diesen Traum war plausibel… ca. 24 Stunden vorher wurde ich mit dem RTW (über 112 gerufen) in die Notfallaufnahme ins Krankenhaus befördert. Die Umgangsformen der 4 Männer hier bei uns Zuhause mir gegenüber, (2 Sanitäter, 2 Ärzte) haben mir sofort das Gefühl vermittelt: „Wir sind für dich da… du brauchst keine Angst zu haben!“ Das ganze Geschehen schien, trotz hoher Gefahr, Balsam für meine Seele gewesen zu sein.

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