Eine Hölle ohne Feuer

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traum-2Ich schlief tief und fest in einem kleinen weißen Wohnwagen. Donnernde und tosende Geräusche ließen mich aufwachen. Ich knipste eine kleine Lampe an und stieg aus meine gemütliche Koje. Ich wollte Wissen was das für Geräuschen sind und öffnete die Wohnwagentür. Was ich da erblickte ließ mir mein Blut fast in den Adern gefrieren.

Es war stockfinstere Nacht, nur der Mond stand klar am Himmel und ließ mich durch seinen matten Schein erkennen wo ich war. Ich befand mich mit meinem Wohnwagen mitten auf einem schwarzen, tobenden Meer. In der Ferne konnte ich einen pechschwarzen Berg erkennen. Die Wellen schlugen zum Teil meterhoch gegen die Klippen. Ich selbst befand mich inmitten eines Soges, der mich zwar nicht nach unten, aber immer hin und her zog. Ich kniff meine Augen zusammen um zu sehen, ob ich in der Nähe des Berges Lichter von Autos oder Häuser erkennen konnte, aber nichts von alledem. Ich war mit mir, der Nacht und dem Meer allein.

Manchmal hatte ich das Gefühl, die Strömung führte mich hin zu dem Berg, wurde aber immer wieder enttäuscht, wenn sich im nächsten Moment mein Wohnwagen noch schneller und noch weiter von dem Berg entfernte. Das rauschen und das Getöse wurde immer lauter und ich wusste genau, dass sich unweit von mir ein reißender und tiefer Wasserfall befindet. Ich dachte nur noch voller Angst und Entsetzen: So sieht also mein Ende aus, nun wenn es dann sein muss…

Dann bin ich aufgewacht. Mensch war ich erleichtert, dass das ,,nur ein Traum“ war.

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